Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz

Die Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) ist ein Modellprojekt, das von der LOTTO-Stiftung Berlin von September 2015 bis Dezember 2020 gefördert wird.

Diskriminierung ist ein ernst zu nehmendes Problem in Schulen. Obwohl Diskriminierungsverbote in Menschenrechten und im Grundgesetz verankert sind und auch landesrechtliche Regelungen bestehen, zeigen sich vor allem im Bildungswesen große Umsetzungslücken: Kinder, Jugendliche sowie ihre Eltern, die Diskriminierung in der Schule erleben, haben kaum Zugang zu Informationen und Beratung zu ihren Rechten. Bei Lehrkräften und Schulpersonal gibt es kaum Kenntnisse über Diskriminierung und es besteht eine große Handlungsunsicherheit im Umgang mit diesbezüglichen Vorfällen. Fachstellen der Menschenrechts- und Antidiskriminierungsarbeit, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) oder die Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention fordern darum die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Schüler*innen und Eltern.

Ziele und Aktivitäten von ADAS

Mit der Anlaufstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen (ADAS) wird eine unabhängige Informations- und Beschwerdestelle bei Diskriminierungen in Schule erprobt und etabliert, die diese Lücken schließen soll. Die zentralen Aktivitäten von ADAS sind:

  • Schulspezifische Antidiskriminierungsberatung
  • Empowerment von Schüler*innen und Eltern
  • Diskriminierungssensible Schulmediation
  • Monitoring und Berichterstattung schulbezogener Diskriminierung in Berlin
  • Fortbildung für Schulen
  • Handlungsempfehlungen für die inhaltliche und institutionelle Ausgestaltung eines schulbezogenen Beschwerdemanagements in Diskriminierungsfällen

Das Beratungsangebot von ADAS richtet sich an Schüler*innen, Eltern/Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte, Schulbeschäftigte und Vertrauenspersonen des Schulumfelds und ist horizontal ausgerichtet, d.h. ADAS berät und unterstützt gleichermaßen bei allen Diskriminierungsdimensionen (ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, sexuelle Orientierung, Behinderung, Lebensalter, sozialer Status).

Im Rahmen des Projekts wurde ein Leitfaden zum Diskriminierungsschutz in Schulen erarbeitet.

Die Auswertung aller Diskriminierungsmeldungen, die zwischen Juni 2016 und April 2018 ADAS erreichten, ermöglichen vertiefte Einblicke in die Diskriminierungsrealität an Berliner Schulen. Auf dieser Grundlage wurden praxiserprobte und evidenzgestützte bildungspolitische Empfehlungen zur Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Schulen sowie weitere Handlungsmöglichkeiten formuliert.

In Kooperation mit der regionalen Schulaufsicht des Bezirks Neukölln und dem Bezirksamt konnte zwischen Januar 2016 und Dezember 2017 das Neuköllner Clearing Verfahren für Diskriminierungsschutz in Schulen durchgeführt werden. In diesem Rahmen wurden wertvolle Erfahrungen in der Entwicklung schulinterner Präventions- sowie Beschwerdemöglichkeiten gesammelt.

Barbara John spricht auf der Er&0um;ffnungsveranstaltung Das ADAS Team Publikum der Eröffnungsveranstaltung I-Slam auf der Eröffnungsveranstaltung

 


Förderung

Kontakt

+49 30 308 798-27
adas@life-online.de

Beratung

Kostenlose Hotline:
0800 724 50 67

beratung@adas-berlin.de

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Mo. – Do. von 10:00-17:30 h

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