RobertaRegioZentrum LIFE e.V.
LIFE e.V arbeitet bereits seit einigen Jahren in berufsorientierenden Kursen und Seminaren für unterschiedliche Zielgruppen mit Roberta®. Zum Girls'Day 2010 wurde, wie bereits 2009 ein Roberta Schnupperkurse durchgeführt und es werden im Rahmen verschiedener Förderprogramme Roberta® AG's in Schulen angeboten. Auch in unser berufsorientierendes Assessmentverfahren tasteMINT zur Potenzialermittlung für Abiturientinnen sind, als Aufgabe für den Bereich der Informatik, Teile aus dem Roberta® Kurssystems integriert.
In Zusammenarbeit mit Anja Tempelhoff - als anerkannte Roberta Ausbilderin - wurden bei LIFE e.V. Roberta Fortbildungen für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal durchgeführt. In diesem Zusammenhang sind bisher auch fünf LIFE Mitarbeiterinnen als Roberta-Teacher ausgebildet worden. LIFE e.V. verfügt über 12 Roberta Baukästen, einen PC Arbeitsraum eine große Werkstatt und 14 Notebooks für den mobilen Einsatz. Seit 1. Juni 2010 ist LIFE e.V. auch anerkanntes RobertaRegioZentrum.
Ziel der Roberta® -Initiative ist es, das Interesse insbesondere von Mädchen aber auch von Jungen für Informatik, Technik und Naturwissenschaften nachhaltig zu wecken. Roboterkurse bilden die Grundlage der Roberta®-Initiative. Mit speziellen gendergerechten Lehr- und Lernmaterialien und einem Schulungskonzept wurde in den vergangenen Jahren ein nachhaltiges Bildungsangebot etabliert. Regionale RobertaRegioZentren und zertifizierte Roberta-Kursleitungen bilden mittlerweile ein europäisches Netzwerk für den Erfahrungsaustausch und die Weiterentwicklung von Roberta.
Die Initiative Roberta® des Fraunhofer IAIS konnte seit 2002 mit Hilfe zweier Förderprojekte entwickelt werden. Es wurde eine umfangreiche Sammlung von mittlerweile mehrsprachigem Didaktikmaterial für Roboterkurse erstellt, welche in besonderer Weise auf die Zielgruppe von Mädchen und jungen Frauen im Alter von 10 bis 16 Jahren zugeschnitten sind. Die unabhängige Begleitforschung durch die Universität Bremen hat sowohl für Deutschland als auch für die europäischen Pilotländer Schweiz, Österreich, Italien, England und Schweden nachgewiesen, dass die angestrebte Motivationssteigerung bei Mädchen und jungen Frauen, sich mit technischen Inhalten - besonders mit Informatik - zu beschäftigen, durch Roberta-Kurse signifikant gesteigert wird.
Mehr: www.roberta-home.de
Erste Roberta Regionalkonferenz
Am 1. Juni 2010 fand in Berlin Wannsee die erste Roberta® Regionalkonferenz in Berlin statt. Eingeladen waren Lehrerinnen und Lehrer die bereits Erfahrungen mit Roberta Kursen haben, Vertreter/innen der drei bisherigen Roberta RegioZentren an den drei Berliner Universitäten die die Gelegenheit zum Austausch untereinander, mit den Vertretern des Fraunhofer IAIS, und der Berliner Senatsschulverwaltung nutzten.
Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter/innen die Leiterin des Wannseeforums Frau Heinrich, Dr. Ansgar Bredenfeld, Fraunhofer IAIS, Rita Eichelkraut, LIFE e.V. und Anja Tempelhoff, Schulleiterin der Wolfgang Borchert Oberschule erläuterte Dr. Bredenfeld vom Fraunhofer Institut der Hintergrund der Roberta® Initiative und die Möglichkeiten des jährlich stattfindenden RoboCup. Im Anschluss stellten Roberta-aktive Lehrerinnen und Lehrer ihre Projekte vor. Nach der Mittagspause erläuterte Thorsten Leimbach vom Fraunhofer IAIS das Roberta Netzwerk und stellte das neue Roberta® Portal vor, auf dem sich alle Roberta Teacher registrieren können, ihre Kurse eintragen und zusätzliche Materialien herunterladen können.
Nikolai Neufert von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung stellte den aktuellen Stand des eEducation Masterplan des Landes Berlin vor und sprach über die Rolle von Roberta®, als ein Leitprojekt des Masterplans. Die Förderung von Schulen in denen sich Roberta Teacher Fortbilden soll fortgesetzt werden. Im Anschluss wurde das neue RobertaRegioZentrum bei LIFE e.V. offiziell eröffnet. Herr Dr. Bredenfeld betonte das bereits langjährige Roberta-Engagement von LIFE e.V. dass sich durch die Eröffnung des 4. Berliner RobertaRegioZentrums nun auch in einer offiziellen Partnerschaft niederschlägt. Zur Feier des Tages führten die Roberta-Girls der Wolfgang Borchert Schule einen Teil ihrer Circus Performance vor.
Zum Ende der Regionalkonferenz wurde mit allen Anwesenden über Roberta® Perspektiven und mögliche Kooperationen in Berlin diskutiert. Die Lehrer/innen wünschten sich mehr Unterstützung durch die RegioZentren und einen regelmäßigen Austausch, wie er auf dieser Veranstaltung möglich war. In der Diskussion wurde auch vorgeschlagen und diskutiert, ob die RegioZentren sich auf bestimmte, unterschiedliche Bereiche spezialisieren könnten, wie z.B. Einsatz von Roberta® in der Berufsorientierung, in der Lehrer Aus- und Fortbildung etc. Dies konnte sich auch vorteilhaft auf die Investitionen auswirken, wobei die Senatsverwaltung durchaus bereit wäre einzelne Anschaffungen zu unterstützen, wenn nicht jede Anschaffung gleich vier mal getätigt werden muss - zum Beispiel benötigen nicht alle Zentren einen Rescue Parcour. Fazit war, dass eine verbesserte Kooperation und Spezialisierung der RegioZentren Vorteile hätte und die Schulen auf ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten und spezialisierte Dozent/innen zurückgreifen könnten.
Die Moderation übernahm die Journalistin Almut Borggrefe von LIFE e.V.


Rita Eichelkraut
Fortbildung für Roberta-KursleiterInnen am




